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14.10.2016 - Liebe Lobbyisten, Christoph Hagenbuch lässt sich von einem heuchlerischen Brief mit Einladung zu einem Apéro nicht beeinflussen. Lasst es lieber bleiben, denn es ist vergebene Mühe, solange ihr nicht mit richtigen Argumenten daherkommt...

11.10.2016 - Bremgarter Bezirksanzeiger

30.09.2016 - Bremgarter Bezirksanzeiger

03.10.2016 - Aargauer Zeitung - klicken Sie hier oder aufs Bild

Auf der Wiese von zwei Jungbauer-Brüdern steht das erste Hühnermobil im Freiamt. Damit können die Tierchen überallhin transportiert werden und finden immer wieder frische grüne Wiese vor sich.

 

«Hühner entfernen sich von Natur aus nicht mehr als 100 Meter von ihrem Stall», erklärt Jungbauer Christoph Hagenbuch. «Aus diesem Grund ist der Platz rund um den Stall meist aufgescharrt und die Tiere haben nach kurzer Zeit keine Grünflächen mehr zur Verfügung. Daher ist das Hühnermobil ideal.»

Hinter diesem lustig klingenden Namen verbirgt sich ein Anhänger, der zum Hühnerstall umgebaut wurde. Vor dem Stall befindet sich ein Netz, um den Hühnern Schutz vor Raubvögeln zu bieten. Im Abstand von etwa fünf Metern rund um das Mobil wird ausserdem ein Elektrozaun aufgestellt – und fertig ist das Freilaufgehege für Hühner.

So ist das Hühnermobil Stall und Gehege gleichzeitig. Jede Woche wird es mit einem Fahrzeug an einen anderen Ort auf der Wiese gebracht. «Die Hühner haben so immer grünes, saftiges Gras zur Verfügung, auf das sie sich morgens jeweils sofort stürzen. Zusätzlich werden sie mit mineralstoffreichem Hühnerfutter gefüttert», erklärt Andi Hagenbuch. Bei solch idealen Bedingungen für die Hühner sei auch der Preis von 70 Rappen pro Ei verständlich. «Und die Wiese hat ebenfalls Zeit, um sich zu erholen.» Denn die Hühner scharren den Boden regelrecht auf, um darin ein Sandbad zu halten. «Dies gehört zur Gefiederpflege der Tiere», erläutert Christoph Hagenbuch.

Viel weniger Arbeit

Seit rund einem Jahr ist das Hühnermobil auf dem Markt, erfunden wurde es in Deutschland. In der Schweiz ist es bisher noch selten. «Wir mussten bis nach Schaffhausen fahren, um das Gefährt begutachten zu können», erzählt Christoph Hagenbuch. Denn die Familie ist derzeit die einzige im Freiamt, die ein solches Hühnermobil besitzt.

Mit einem Preis von 50 000 Franken ist es zwar kein Schnäppchen, jedoch erleichtere es den Alltag auf dem Bauernhof enorm. So dauere das Saubermachen des Stalles bloss noch fünfzehn Minuten. «Beim Boden im Inneren handelt es sich um ein Rollband. So kann man hinten an einer Kurbel drehen und vorne mit einer Schaufel den Dreck abkratzen», erklärt Andi Hagenbuch.

Auch müssten sie den Stall abends nicht mehr von Hand zusperren. Denn durch einen Dämmerungsschalter, der immerzu den exakten Zeitpunkt von Sonnenauf- und -untergang berechnet, ist dieser Vorgang automatisiert. «Hühner sehen bei Dunkelheit sehr schlecht», erläutert Christoph Hagenbuch. «Aus diesem Grund bewegen sie sich schon beim ersten Anzeichen von Dämmerung Richtung Stall.» Eine halbe Stunde nach Dämmerungsbeginn schliesst sich das Netz vor dem Mobil wie ein Vorhang, nach weiteren 30 Minuten geht auch die Stalltür zu und das Licht aus.

Christoph Hagenbuch

Zürcherstrasse 25

8917 Oberlunkhofen

Tel. 079 243 52 19